Floh im Ohr

Gastspiel des
Rheinischen Landestheaters Neuss
Mittwoch, 23.05.2018
Bürgerhaus, Beginn: 19:30 Uhr
Einführung zum Stück (im Foyer): ca. 19:10 Uhr

Einmal ist keinmal

Floh im Ohr

Komödie // George Feydeau

Ein Päckchen mit Hosenträgern, welches aus dem Hotel „Zur zärtlichen Miezekatze“ verschickt wird, setzt Raymonde den Floh ins Ohr, ihr Ehemann Victor-Emmanuel würde sie in jenem Etablissement hintergehen. Die Gattin berät sich mit ihrer besten Freundin Lucienne und beschließt den Spuren des Corpus Delicti zu folgen. Gemeinsam wird ein anonymer Liebesbrief verfasst, der den
Betrüger zum Stelldichein an den Ort des Vergehens locken soll.
Victor-Emmanuel glaubt jedoch nicht, dass der Liebesbrief für ihn
sein könnte und übergibt ihn Tournel, einem notorischen Frauenhelden, der sich sofort ins Hotel begibt. Der Brief fällt unglücklicherweise aber auch in die Hände des feurigen Spaniers Hominides de Histanga, der die Handschrift seiner Ehefrau Lucienne erkennt. Rasend vor Eifersucht begibt er sich ebenfalls zum vermeintlichen Stelldichein. Und so treffen alle Beteiligten immer wieder zu unterschiedlichen Zeiten aufeinander, begegnen dabei immer gerade dem oder der Falschen und stiften eine Menge Verwirrung – zumal Poche, der Hausdiener des Hotels, Victor-Emmanuel zum Verwechseln ähnlich sieht. Zuletzt endet die wilde Verfolgungsjagd wieder zu Hause bei Raymonde und Victor-Emmanuel, der inzwischen dem schießwütigen Spanier Auge in Auge gegenüber steht.

Georges Feydeau erschuf eine der turbulentesten Verwechslungskomödien der Theatergeschichte, in deren Verlauf nicht nur die einzelnen Personen aufgrund diverser Verwirrungen, sondern auch ein großes Bett ins Rotieren geraten. Ein garantiert zeitlos komisches Theatervergnügen.

Georges Feydeau (1862-1921) gilt neben Molière als einer der
erfolgreichsten französischen Komödienautoren. Bereits während
seines Studiums verfasste er erste Bühnenstücke, die vom Publikum
wohlwollend aufgenommen wurden. Sein Durchbruch als
Komödienschriftsteller gelang ihm aber erst 1892. Bis heute sind
seine Komödien und darunter vor allem „Floh im Ohr“ (1907) nicht
von den Spielplänen der Theater wegzudenken.

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